R ü g e n und M e e (h) r

Neues und Interessantes aus dem Ostseeraum und Meck-Pomm

Schwerin – Immer mehr Steuerbürger in Mecklenburg-Vorpommern nutzen die Vorzüge der elektronische Steuererklärung (ELSTER). Heute ging die 100.000ste elektronischen Erklärung des Jahres ein – so früh wie noch nie seit Einführung von ELSTER.

In den Jahren 2009 und 2010 mussten die Finanzämter noch bis zum Juli warten, um die Zahl von 100.000 Erklärungen zu erreichen, im vergangenen Jahr war dieser Stand im Juni erreicht. Insgesamt sind 2011 mehr als 150.000 Steuererklärungen über das Internet abgegeben worden, das waren gut 12.000 mehr als im Vorjahr. Mittlerweile nutzen zwei von fünf Steuerpflichtigen diese einfache und sichere Möglichkeit zur Abgabe ihrer Steuererklärung. Im bundesweiten Vergleich belegt Mecklenburg-Vorpommern damit einen guten Mittelwert.

Wer seine Steuererklärung noch nicht abgegeben hat: Bis zum 31. Mai müssen alle Bürger, die verpflichtet sind, eine Einkommensteuererklärung abzugeben und keinen Steuerberater beauftragt haben, ihre Steuererklärung eingereicht haben. Die Abgabe der Erklärung mit ELSTER bietet dabei viele Vorteile. Nicht nur, dass alle Beteiligten Zeit und Papier sparen, das Programm überprüft auch automatisch die eingetragenen Daten auf Schlüssigkeit, so dass Eingabefehler vermieden werden. Dadurch können die Erklärungen schneller bearbeitet und die Bescheide schneller versandt werden.

r - u - m am Montag, 21. Mai 2012 | Abgelegt unter: MeckPomm | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Schwerin – Am Dienstag, 22.05.12, zeichnet das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen aus Mecklenburg-Vorpommern in der Aula des Gymnasiums Fridericianum Schwerin aus.

Bei der Landespreisverleihung Mecklenburg- Vorpommern werden Schülerinnen und Schüler in der Aula des Gymnasium Fridericianum Schwerin, ab 14.00 Uhr Ausschnitte ihrer ausgezeichneten Arbeiten auf der Bühne vortragen. Die Veranstaltung ist öffentlich.

Von 207 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Ein- und Zweisprachenwettbewerbs der Sekundarstufe I werden 33 Schülerinnen und Schüler einen Landespreis bekommen. Die Besten werden Mecklenburg-Vorpommern beim Sprachenturnier des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen im September in Hattingen auf Bundesebene vertreten. Hierfür nominiert ist: Franziska Kramer, Klasse 9, in der Sprache Englisch von der Europaschule Pädagogium Schwerin.

12 Projektarbeiten wurden im Gruppenwettbewerb der Sekundarstufe I des Landes eingereicht. Folgende Arbeiten werden ausgezeichnet:

  • Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 b des John-Brinckman-Gymansiums Güstrow, Betreuungslehrerin Frau Mahnkopf, mit dem Stück "El Circulo Vicioso" (Spanisch).
  • Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 des Gymnasiums Sanitz, Betreuungslehrerin Frau Rambo, mit dem Stück "Des rêves" (Französisch).

10 Projektarbeiten wurden im Gruppenwettbewerb der Primarstufe des Landes eingereicht. Folgende Grundschulprojekte werden ebenfalls einen Preis erhalten:

Regionale Schule Marnitz

  • Klasse 4; Betreuungslehrerin Frau Zwick, "Marnitz 4 live" (Englisch)

Grundschule "Juri Gagarin" Stralsund

  • Klasse 2 c; Betreuungslehrerin Frau Hermann, "The very hungry caterpillar" (Englisch)

Evangelisch Schule "Dr. Eckart Schwerin" Hagenow

  • Projektgruppe "English Is Fun"; Betreuungslehrerin Frau Torfstecher, "The Mitten"

Die Schülerinnen und Schüler aus Güstrow und Sanitz werden zusammen mit den Preisträgergruppen aus den anderen Bundesländern beim diesjährigen Bundessprachenfest vom 14. – 16. Juni 2012 in Düsseldorf ihre sprachlichen und darstellerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen und um weitere interessante Preise ringen.

"Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben ihre Fremdsprachenkenntnisse in den Wettbewerben erprobt und qualitativ gute, zum Teil hervorragende Leistungen gezeigt", sagte die Landesbeauftragte für den Bundeswettbewerb Fremdsprachen und Referentin für Wettbewerbe im Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern, Christine Kirchner.

"Diese Leistungen wären ohne die Unterstützung und engagierte Begleitung durch die Fremdsprachenlehrerinnen und -lehrer nicht möglich. Ihnen gilt ein besonderer Dank."

r - u - m am Montag, 21. Mai 2012 | Abgelegt unter: Bildung/Schule,MeckPomm | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Dreilützow – Der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Dr. Till Backhaus, hat heute in Dreilützow einen Förderbescheid in Höhe von 522.665 Euro übergeben. Das Geld stammt aus dem LEADER-Programm zur Entwicklung ländlicher Räume und geht an die Caritas Mecklenburg e.V., Schullandheim, Bildungs- und Begegnungsstätte Schloss Dreilützow. Im Schlosskomplex soll damit in einer 600 Quadratmeter großen, historischen Scheunenruine das "Treibhaus der Zukunft" gebaut werden. In dem Gebäude und auf dem dazugehörigen Außengelände entsteht ein Gewächshaus mit integriertem Bildungs- und Ausstellungsbereich. Ziel ist eine Wissensvermittlung in den Bereichen nachhaltige Landwirtschaft, gesunde Ernährung sowie Umwelt- und Naturschutz.

Dr. Backhaus: "Hier können die Kinder vor Ort erfahren, wo unsere Nahrungsmittel eigentlich herkommen und was es bedeutet, sich gesund zu ernähren. So sollen die Zusammenhänge zwischen "Gesunder Ernährung – Gesund leben – Gesunde Umwelt" thematisiert werden. Dies hat Vorbildcharakter." Das Gesamtvorhaben ist eingebunden in die Regionalentwicklung der Schaalseeregion. "Es wird zu einer noch engeren Verknüpfung der gemeinsamen Aktivitäten mit dem Biosphärenreservat Schaalsee führen und auch positiven Einfluss auf die touristische sowie ländliche Entwicklung nehmen. Das "Treibhaus der Zukunft" kann ein Alleinstellungsmerkmal für die Einrichtung Schloss Dreilützow sowie für die gesamte Schaalseeregion sein.", so Backhaus. Das Projekt soll Ende 2013 fertiggestellt sein und kostet insgesamt 614.900 Euro.

r - u - m am Montag, 21. Mai 2012 | Abgelegt unter: MeckPomm,Natur und Umwelt | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Schwerin – Ministerpräsident Erwin Sellering hat heute in Schwerin an das Landeskommando Mecklenburg-Vorpommern das Fahnenband des Landes verliehen.

"Mit dem Landeskommando wird ein militärischer Verband geehrt, der für den Bürger eher unauffällig ist, der nicht im Rampenlicht steht, der im Hintergrund wirkt. Und trotzdem ist das Landeskommando von großer Bedeutung für die Bürger des Landes", betonte der Ministerpräsident.

Das Landeskommando sei zentrale Kommandostelle der Bundeswehr in Mecklenburg-Vorpommern und damit ein wichtiger Ansprechpartner der Landesregierung in allen Fragen möglicher Unterstützungsleistungen der Katastrophenhilfe.

In den vergangenen Jahren habe das Landeskommando im Rahmen der zivil-militärischen Zusammenarbeit schon einige solcher Herausforderungen bewältigt. Der Ministerpräsident erinnerte an die Einsätze während der Vogelgrippe und die Unterstützung beim Hochwasserschutz. Die Abwehr von Katastrophenfällen setze hohe Professionalität, außerordentliche Einsatzbereitschaft und eingeübte Strukturen bei den zivilen und militärischen Kräften voraus. Sellering: "Dafür steht das Landeskommando und dafür bedanke ich mich."

Die drei Familienbetreuungszentren des Landeskommandos seien unschätzbar für die Angehörigen von Soldaten, die sich im Auslandseinsatz befinden, betonte der Regierungschef. Hier werde große Unterstützung für die Familien geleistet.

Das Landeskommando ist fest in Mecklenburg-Vorpommern verankert, betonte der Ministerpräsident. "Die Menschen wissen: Auf die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr ist Verlass. Das ist ein gutes, ein beruhigendes Gefühl für uns alle."

r - u - m am Montag, 21. Mai 2012 | Abgelegt unter: MeckPomm | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Glawe: Neuer Standort mit besseren Möglichkeiten

Wismar – Der FSD Förderband-Sofort-Dienst baut die Betriebsstätte aus. "Das Unternehmen hat sich kontinuierlich weiterentwickelt. Jetzt wird mehr Platz gebraucht. Es wird eine neue Industriehalle gebaut. Die Investitionen in die Räumlichkeiten des Unternehmens und dessen Ausstattung sind erforderlich", sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe beim Unternehmensbesuch am Montag.

Das Unternehmen verlegt seine Betriebsstätte innerhalb von Wismar in das Gewerbegebiet Redentin. Die Industriehalle entsteht u. a. mit einem modernen Büro- und Sozialtrakt. "Der Standort bietet bessere Möglichkeiten, sich auf die individuellen Kundenwünsche einzulassen. Mit neuen Maschinen erweitert der Betrieb darüber hinaus sein Angebot, um weitere Kunden zu gewinnen", so Glawe weiter.

Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit ist die Herstellung von Förderbändern aus Gummi und Kunststoff. Daneben werden diverse Dienstleistungen erbracht, wie die Reparatur und Instandhaltung von Förderbändern, Vulkanisierungsarbeiten und die Beschichtung von Antriebstrommeln und Belegen. Das Absatzgebiet des Unternehmens erstreckt sich neben Mecklenburg-Vorpommern auch auf Schleswig-Holstein und Brandenburg. Dabei erfolgt der Vertrieb der Produkte u. a. an Unternehmen der Kabel-, Papier-, Lebensmittel- und Rohrproduktion sowie Häfen und landwirtschaftliche Betriebe.

"Mit Abschluss des aktuellen Vorhabens werden sieben Dauerarbeitsplätze gesichert, ein neuer soll hinzukommen", sagte Glawe. Die Gesamtinvestition beträgt rund 647.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit rund 225.000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur".

r - u - m am Montag, 21. Mai 2012 | Abgelegt unter: MeckPomm,Städte und Gemeinden,Wirtschaft | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

25 Ausstellungen, 70 Workshops und zehn Multivisionsshows vom 26. Mai bis 3. Juni 2012 im Ostseeheilbad Zingst zu erleben

Zingst – Faszination Fotografie: Anlässlich seines fünfjährigen Bestehens lädt das Umweltfotofestival „horizonte zingst“ im Ostseeheilbad Zingst vom 26. Mai bis 3. Juni 2012 zu einem Veranstaltungsreigen rund um das Thema Fotografie ein, der sich gleichermaßen an Profifotografen, Hobbyknipser und Naturliebhaber richtet. Auf dem Programm stehen unter anderem 25 Ausstellungen, 70 Workshops und zehn Multivisionsshows. Damit unterstreicht Zingst einmal mehr seine herausragende Stellung als Ort der Fotografie. 2011 wurde das Festival mit dem Deutschen Tourismuspreis ausgezeichnet.

Im Mittelpunkt der neuntägigen Veranstaltung stehen die 25 Ausstellungen, darunter „Stille Sensationen – Große Momente der Naturfotografie“, in der im Kunsthallenhotel „Vier Jahreszeiten“ beeindruckende Bilder zu sehen sind. Zudem wird dort in der Ausstellung „One World“ kritischen Weltbetrachtungen der besten europäischen Fotografen Raum gegeben. Mit Unterstützung von National Geographic fanden die Bilder des Moderators Markus Lanz nach Zingst, der in der Multimediahalle Fotografien aus seinem Buch über Grönland zeigt.

„Landscapes & Memory“ im Marinekomplex stellt die mit einer Großformatkamera von Jo Röttger verwirklichten kritischen Betrachtungen vor, die während seines Besuches in Afghanistan bei den Vorbereitungen des Einsatzes am Hindukusch entstanden. Traditionsspielstätte für Fotokunst ist die Villa Ruh, die mit „Mythos Wald“ von Michael Lange Kunst in höchster Qualität zeigt. Neben mythischen Waldbildern erleben in Zingst auch die Aktfotografien „Black Ladies“ von Uwe Ommer eine Premiere. Die ästhetischen Bilder schwarzer Schönheiten werden in Zingst erstmals in einer Ausstellung gezeigt.

Daneben können sich Interessierte in Foto-Workshops unter anderem mit Titeln wie „So funktioniert Porträtfotografie“ oder „Erotik – kreativ, sensibel, prickelnd“ Inspiration holen. Ein Erlebnis der besonderen Art ist die so genannte „Zingster Minute“ jeweils um 12 Uhr an der Seebrücke. Dabei haben Gäste eine Minute lang die Chance ein Bild mitzugestalten, das sich aus den Teilnehmern zusammensetzt, als Riesenprint vergrößert wird und anschließend ins Internet gestellt wird.

Ein Fotomarkt, Open-Air-Installationen und Aktionen von Umweltschultzverbänden zum Thema „Green Power“ runden das Umweltfotofestival „horizonte zingst” ab. Weitere Information zum Programm unter www.erlebniswelt-fotografie-zingst.de.

r - u - m am Montag, 21. Mai 2012 | Abgelegt unter: Städte und Gemeinden,Veranstaltungen | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Minister und Bundesländer in der Pflicht / Internationaler Tag des Ostseeschweinswals am 20. Mai

Schweinswal. © Bernd Lammel / WWFHamburg – Die Todesfallen in seinem Schutzgebiet sind für den Schweinswal unsichtbar. Vor den Stellnetzen der Fischerei versagt auch sein Echolot. Deutschlands einzige Walart kämpft daher in der Ostsee ums Überleben. Häufigste Todesursache des Schweinswals ist die Fischerei, die in allen ausgewiesenen deutschen Meeresschutzgebieten immer noch ohne Einschränkung betrieben wird.

Anlässlich des Tags des Ostseeschweinswals am Sonntag, 20. Mai fordert der WWF einen effektiven Schutz bedrohter Arten vor Fischereiaktivität in deutschen Meeresschutzgebieten.

„Fischerei ist die menschliche Aktivität, die den Artenreichtum der Meere am stärksten schädigt – trotzdem findet sie in unseren Meeresschutzgebieten ungehindert statt und fordert auch prominente Opfer wie den Schweinswal“, sagt Jochen Lamp, Meeresschutzexperte des WWF. Deutschland hat mehr als 30 Prozent seiner Meeresgewässer in Nord- und Ostsee als Schutzgebiete ausgewiesen. Über 4.500 Quadratkilometer – also etwa die Fläche von Saarland, Berlin, Hamburg und Bremen zusammen – sind in der deutschen Ostsee offiziell dem Schweinswalschutz gewidmet. Aber jeder Quadratkilometer davon darf befischt werden, weil seit sechs Jahren keine Auflagen für die Fischerei in Schutzgebieten erlassen werden.

„Während in den Behörden Stillstand herrscht, ersticken die Schweinswale weiterhin qualvoll in Stellnetzen“, verdeutlicht Lamp. In elf Jahren von 1994 bis 2005 ist der Schweinswalbestand zwischen Kattegat und Fehmarn um 60 Prozent geschrumpft. Die Zahl der Todfunde nimmt laut WWF insbesondere in der westlichen Ostsee zu. Häufig weisen die toten Wale Verwundungen durch Fischernetze auf. Schweinswale tauchen auf Nahrungssuche bis zu 90 Meter tief und können dabei für etwa 6 Minuten die Luft anhalten. Wenn sich ein Tier  dabei in einem der zahlreichen Stellnetze verheddert, erstickt es.

Der WWF fordert, dass 50 Prozent der geschützten Meeresfläche fischereifrei bleiben muss, damit sich das Ökosystem erholen kann. Im restlichen Schutzgebiet müssten ökologisch bedenkliche Fangtechniken zeitlich oder räumlich begrenzt werden. Dringenden Handlungsbedarf für die 20 küstennahen Schweinswalschutzgebiete sieht der WWF bei den Landesregierungen von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Während der Jungenaufzucht ab Mai bis August halten sich Schweinswalmütter mit ihren Kälbern vermehrt in der Eckernförder Bucht oder im Gebiet vor Fischland-Darß auf. In den sechs Meeresschutzgebieten in der deutschen AWZ (Ausschließliche Wirtschaftszone) der Ostsee müssen Bundesumwelt- und Bundeslandwirtschaftsministerium die schädlichen Auswirkungen der Fischerei einschränken und ihre Maßnahmenvorschläge an die EU-Kommission melden. Bis Ende 2013 müssen die Management-Maßnahmen für diese Natura-2000 Gebiete festgelegt sein. „Um den Ostseeschweinswal zu schützen muss die Politik auf allen Ebenen dringend ihre Hausaufgaben machen“, fasst Lamp zusammen.

Steckbrief Schweinswal

Sie werden nur 1,5 bis 2,0 Meter lang und sind damit die kleinsten Wale, die in offenen Gewässern leben. Schweinswale jagen hauptsächlich kleine Fische wie Heringe, Makrelen, Sandaale und Plattfische wie Scholle und Flunder. Menschliche Aktivitäten verändern ihren Lebensraum und gefährden die Schweinswale. Fischerei, insbesondere mit Stellnetzen, zählt zu den Hauptbedrohungen. Schnellfähren und Lärm z.B. durch den Bau von Offshore-Windkraftanlagen stellen ebenfalls ein Problem dar. Wahrscheinlich hat ein hohes Schadstoffniveau im Meerwasser negative Auswirkungen auf die Fortpflanzungsfähigkeit und das Immunsystem der Meeressäuger. Der Schweinswalbestand in der Zentralen Ostsee ist besonders gefährdet. Die Tiere unterscheiden sich genetisch von anderen Vorkommen und bilden eine eigene Population, die auf 100 – 400 Tiere geschätzt wird. Schon der Tod von 2 bis 3 Walen pro Jahr gefährdet hier das Überleben gesamten Population.

Foto: Schweinswal. © Bernd Lammel / WWF

r - u - m am Sonntag, 20. Mai 2012 | Abgelegt unter: Natur und Umwelt,Ostseeregion | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Einsatzreicher Himmelfahrtstag für die DGzRS-Besatzungen in Nord- und Ostsee

Allein am Himmelfahrtstag, Donnerstag, 17. Mai 2012, waren die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) für mehr als 50 Menschen auf Nord- und Ostsee im Einsatz. Überwiegend kamen sie Freizeitskippern zu Hilfe, die mit ihren Booten durch Navigationsprobleme, Motorschäden oder Mastbrüche in Gefahr geraten waren.

Vor der Südspitze Amrums sicherte der Seenotkreuzer VORMANN LEISS/Station Amrum die Strandungsstelle des Ausflugsschiffes „Adler Express“, das festgekommen war. Ein anderes Ausflugsschiff übernahm alle 105 Passagiere und brachte sie sicher nach Hörnum auf Sylt. Beim nächsten Hochwasser kam die „Adler Express“ aus eigener Kraft wieder frei.

Lebensgefährlich war hingegen die Lage mehrerer Kajakfahrer in der Ostsee. Sie verdanken ihr Leben dem schnellen Eingreifen freiwilliger Seenotretter. Am Freitagmorgen, 18. Mai 2012, kenterte ein Paddler mit seinem Boot beim Angeln vor Rügens Nordküste. Gerd Hasselberg, Vormann des Seenotrettungsbootes KURT HOFFMANN/Station Glowe der DGzRS, beobachtete die Notlage des knapp 70-Jährigen gemeinsam mit einem vorbeikommenden Segler von Land aus: „Der Paddler versuchte, an Land zu schwimmen, schaffte es aber nicht“, berichtet Hasselberg. Sein Boot hatte der Angler bereits losgelassen. Er klammerte sich nur noch am Paddel fest.

Hasselberg zögerte keine Minute. Kurzerhand nahm er zur Unterstützung den Segler an Bord der KURT HOFFMANN, die im Hafen von Glowe stationiert ist. Innerhalb kürzester Zeit waren der Vormann und sein spontaner „Kollege“ vor Ort: Sie zogen den völlig entkräfteten Paddler aus dem acht Grad kalten Ostseewasser an Bord und versorgten ihn mit wärmenden Decken. Die Körpertemperatur des Mannes, der weder Schutzkleidung noch Rettungsweste trug, lag bei nur noch 35 Grad. Seine Kräfte verließen ihn bereits. „Es war wirklich knapp. Lange hätte er nicht mehr durchgehalten“, berichtet Hasselberg. In Glowe übergab er den Geretteten an einen Rettungswagen, der den Paddler ins Krankenhaus brachte.

Bereits am Donnerstag, 17. Mai 2012, kam die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes HEINZ ORTH/Station Freest, zwei Paddlern am Ausgang des Peenestroms zu Hilfe. Die beiden etwa 25 Jahre alten Männer aus Frankfurt/Oder waren in einer Bö gekentert und in einen Schilfgürtel getrieben. Im Uferschlamm waren sie gefangen und unterkühlten. Die Seenotretter, die soeben von einem anderen Einsatz nach Freest zurückgekehrt waren, fuhren die Unglücksstelle an und wateten im Überlebensanzug zu den jungen Männern. Sie brachten sie an Land und übergaben sie an einen Rettungshubschrauber, der die beiden ins Krankenhaus flog.

r - u - m am Samstag, 19. Mai 2012 | Abgelegt unter: Gesellschaft,Vermischtes | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Schwerin – Nach dem Insolvenzantrag des Landesheimatverbandes signalisiert Kultusminister Mathias Brodkorb Initiativen und Projektträgern Hilfsbereitschaft. "Kulturveranstalter, die bislang durch den Landesheimatverband unterstützt wurden, können sich an das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur wenden, damit wir gemeinsam nach Lösungen suchen", sagte Kultusminister Brodkorb. "Es besteht die Möglichkeit, dass einzelne Kulturveranstaltungen direkt gefördert werden. Brauchtums- und Heimatpflege in Mecklenburg-Vorpommern sind wichtig und dürfen unter der Insolvenz des Landesheimatverbandes nicht leiden."

Seit Januar 2012 liegt dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur ein Bericht des Landesrechnungshofes zur Situation des Landesheimatverbandes vor. Der Bericht zeigt erhebliche Missstände bei der Geschäftsführung des Verbandes auf. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat aufgrund der Feststellungen des Landesrechnungshofes keine Fördermittel an den Verband ausgereicht. Laut Landeshaushaltsordnung dürfen Fördermittel nur ausgereicht werden, wenn eine ordnungsgemäße Geschäftsführung sichergestellt ist. Nach dem Bericht des Landesrechnungshofes bestehen erhebliche Zweifel.

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur bleibt mit den Vertretern des Landesheimatverbandes im konstruktiven Gespräch. An der Idee, dass Minister Mathias Brodkorb die Schirmherrschaft für den landesweiten Plattdeutsch-Wettbewerb für Kinder und Jugendliche übernimmt, hält das Ministerium weiter fest. Projektträger und Veranstalter ist der Landesheimatverband. Sollte die Veranstaltung durchgeführt werden, wird Minister Brodkorb die Schirmherrschaft übernehmen.

r - u - m am Samstag, 19. Mai 2012 | Abgelegt unter: Kunst und Kultur,MeckPomm | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Jürgen  Eisenacher| Tabu | Malerei

Eröffnung Samstag, 26. Mai 2012,  18 bis 20 Uhr/Ausstellung 27. Mai bis 28. Juli 2011/22. Juni 18–20 Uhr Empfang durch den Künstler in der Galerie/Ab 25. Juni  nach Vereinbarung geöffnet

Insel Rügen – Das Groteske kann erheitern oder erschrecken, lächerlich wirken, absurd oder unheimlich. Auch die  übersteigerten, teilweise bizarren Figuren in den neuen Bildern des Malers Jürgen Eisenacher erregen Abscheu und Mitleid zugleich und berühren auf subtile Weise das Unterbewusstsein. Damit nutzt der Maler die äs- thetische Kategorie des Grotesken, um das Unaussprechliche zu formulieren und Raum für malerische Innovation  zu gewinnen.  Sein  Werk „Junge  mit  blauen  Augen“ liefert  keine  schlüssige  Erzählung,  sondern bleibt in jeder Hinsicht disparat. Malweise und Farbpalette orientieren sich an Gemälden von Tintoretto oder Velázquez, die Haltung der Figur   wirkt klassisch, scheint aber im Sujet aktuell, die blauen Augen passen nicht zum Gesicht eines Schwarzen, der Oberkörper nicht zur Gesichtsfarbe, die dünnen fliegenden Locken nicht zum Klischee des „Negers“.

junge_mit_blauen_augen_2012_total

Jürgen Eisenacher, Junge mit blauen Augen, 2012, Öl auf Leinwand, 180 x 150 cm

Eisenacher wählt die Motive seiner Bilder ungefiltert aus dem verfügbaren Fundus an Bildern – dieser greift auf die Kunstgeschichte ebenso zurück, wie auf Darstellungen in Lehrbüchern über Völkerverständigung und Naturphänomene und Abbildungen in schwulen Pornomagazinen. Indem er auf eine kultivierte Auswahl verzichtet, benimmt er sich selbst wie ein „Wilder“, der dem Klischee nach nicht gelernt hat zwischen Gut und Böse, zwischen Recht und Unrecht, zwischen Schöne und Hässlich zu unterscheiden. Die Betrachter werden durch gekonnte Malweise und klassisch wirkende Sujets auf konventionelle Weise angesprochen – um bei näherer Betrachtung in den Abgrund der eigenen Psyche zu schauen.

Unter dem Titel TABU stellt Susanne Burmester nun neueste Bilder des Malers vor. Wie seine bisherigen Werke, dienen auch diese nicht allein der Provokation, sondern sind Reflektionen über das, was bildwürdig ist und über die Mehrdeutigkeit  von gemalten, und damit fiktiven, Bildern. Jürgen Eisenacher wurde 1964 in Frankfurt am Main geboren. Er hat Kunstgeschichte und klassische Archäologie studiert, bevor er an der Gerrit Rietveld Akademie in Amsterdam Malerei studiert hat. Er lebt und arbeitet heute in Berlin.

Die Ausstellung wird am Samstag, 26. Mai 2012 von 18 bis 20 Uhr eröffnet. Der Künstler ist anwesend. Sie ist bis zum 22. Juni, Mittwoch bis Sonnabend von 12 bis 17 Uhr, anschließend nach Vereinbarung zu sehen.

SUSANNE BURMESTER GALERIE

Bahnhofstraße 51

D-18528 Bergen auf Rügen M +49 151/ 42 44 66 38 mail@susanneburmester.de  www.susanneburmester.de

r - u - m am Donnerstag, 17. Mai 2012 | Abgelegt unter: Insel News Rügen,Kunst und Kultur | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare
R ü g e n und M e e (h) r läuft unter Wordpress 3.1.4
Anpassung und Design: Gabis WordPress-Templates